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Gute Vorsätze – umsetzbar statt optimal

Green Lifestyle, Beauty, Vermischtes

Artikel von Jana Braumüller am 30. Januar 2020

Schreibt als freie Autorin am liebsten über Feminismus, Nachhaltigkeit, Politik und jetzt auch für den i+m Blog. Jana ist Co-Gründerin der Fashion Changers, hat ein eigenes Online-Magazin und einen kleinen, feinen Podcast.

Gute Neujahrsvorsätze werden wahr

Das neue Jahr hat neulich begonnen und mit ihm allerhand gute Vorsätze, die wir gewillt sind anzupacken – ein Plädoyer für Umsetzbarkeit statt Perfektionismus.

Viele nehmen das neue Jahr zum Anlass, um über die eigenen Gewohnheiten nachzudenken und vermeintlich schlechte gehen zu lassen. Wir wollen möglichst perfekt werden und unbedingt durchhalten. Doch geht es überhaupt um dieses Durchhalten? Sollten wir nicht lieber darauf schauen, was uns ausmacht und annehmen wer und was wir sind?

Vorsätze zielen in der Regel auf eine große Portion Selbstoptimierung ab. Dir passt deine Hose aus dem letzten Jahr nicht mehr? Zeit endlich abzunehmen. Du schaffst es noch immer nicht morgens pünktlich aufzustehen? Zeit disziplinierter zu werden.

So oder so ähnlich drehen sich oftmals die Selbstgespräche in unserem Kopf und es kommt nicht selten vor, dass wir selbst diejenigen sind, die am strengsten über uns urteilen. Natürlich gibt es Gewohnheiten, die nicht so optimal sind und die man gerne loswerden würde. Aber ob dafür Selbstkasteiung und ein bestimmtes Datum notwendig sind? Um „Bad Habits“ wirklich gehen zu lassen, ist ein gründlicher Blick nach innen entscheidend und nicht der Glockenschlag um null Uhr in der Silvesternacht.

Durch gute Vorsätze wirklich Veränderung schaffen

Geht es darum ungeliebte Gewohnheiten gehen zu lassen, sollte ich erst einmal schauen, in welchen Situationen ich auf diese zurückgreife und womit mein Verhalten verknüpft ist. Greifst Du bei Stress schneller zur Zigarette? Isst Du mehr zuckerhaltige Dinge, wenn Du genervt bist? Gehst Du aus Frust über einen Streit schneller in die Shoppingmeile und kaufst dir Dinge, die Du eigentlich nicht brauchst?

Wenn wir uns Vorsätze auferlegen, zu denen wir uns zwingen müssen, bewirken wir oft nur das Gegenteil, weil wir den wahren Grund für unser Handeln nicht hinterfragen. Und dann landen wir, ähnlich wie bei einer Diät, in der Jojo-Falle. Adé schönste Vorsätze!

Es gibt keinen Geheimtrick, der Deine Veränderungswünsche wahr werden lässt. Aber Du kannst analysieren, warum bestimmte Mechanismen immer wieder bei dir greifen. Um diese zu durchbrechen, brauchst Du gute Gründe und radikale Ehrlichkeit mit dir selbst.

Der Gute-Vorsatz-Selbstcheck:

  1. Warum will ich mit dem Rauchen aufhören/weniger Zucker essen/mehr Sport treiben/weniger shoppen?
  2. Was ist meine tiefe Motivation?
  3. Welche Situationen lösen in mir Stress aus, den ich versuche zu betäuben?
  4. Kann ich diese Situationen umgehen? Oder kann ich einen Weg finden anders mit diesen umzugehen?
  5. Ist die Gewohnheit wirklich so schlecht? Oder kann ich vielleicht auch akzeptieren, dass ich das ein oder andere Mal über die Strenge schlage?
Eine tiefe Ehrlichkeit mit uns selbst kann dabei helfen Vorsätze wirklich umsetzen zu können. © Autumn Goodman/unsplash.com

Selbstakzeptanz statt Selbstoptimierung

Dinge an uns zu verändern, die einen schlechten Einfluss auf uns oder andere haben, ist selbstverständlich eine gute Sache. Doch oftmals verwechseln wir dies mit gesellschaftlich anerkannten Normen, die wir uns selbst auferlegen, obwohl uns vielleicht ganz andere Werte im Leben wichtig sind. Deswegen ist beim Vorsätze fassen auch der Blick nach innen so wichtig, um wirklich zu begreifen, ob es dabei um meine Wünsche und Vorstellungen geht. Oder ob ich einer bestimmten Vorstellung gerecht werden will, die von außen kommt.

Denn in echt dürfen wir uns so annehmen, wie wir sind! Wir dürfen uns mit all unseren Fehlern und vermeintlichen Makeln richtig, richtig gut finden. Wir dürfen uns feiern mit all unseren schlechten Angewohnheiten und unperfekten Äußerlichkeiten.

Das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern mit einem Leben, in das man komplett eintaucht. Wenn wir anfangen, uns selbst so zu akzeptieren, wie wir sind, fangen wir ganz sicher auch an, die Dinge zu verändern, die wirklich nicht gut sind. Wenn ich zum Beispiel meinen Körper annehme und ihn dafür feiere, wie er mich jeden Tag durch die Welt trägt, werde ich relativ schnell herausfinden, dass ein gesunder Körper dies noch viel besser und länger tun kann. Und vielleicht fange ich dann von ganz allein an, mich gesund zu ernähren, das Rauchen aufzugeben und Sport zu machen. Nicht, weil ich es muss, sondern weil ich es möchte.

Oder ich tue all das willentlich nicht und genieße einfach das Leben.

Was sind also sinnvolle Vorsätze?

Natürlich ist es total legitim, sich im neuen Jahr etwas vorzunehmen. Und es gibt zig gute Vorsätze, die beim Jahreswechsel manchen einfach leichter fallen. Hier ein paar Vorschläge, falls Du selbst immer noch auf der Suche bist:

  1. Fleischfrei für mich, Klima und Umwelt
    In diesem Jahr kommt zum ersten Mal der Veganuary zu uns nach Deutschland. Worum geht es? Der Veganuary möchte zeigen, dass eine fleischlose, rein pflanzliche Ernährung alles andere als langweilig und für viele Menschen umsetzbar ist. Du hast dich noch nie mit veganem Essen auseinandergesetzt? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt dafür. Das Schöne: Wenn Du dir einen festgelegten Zeitraum, wie z.B. einen Monat, setzt, ist der Druck nicht so groß durchzuhalten. Im Gegenteil, Du kannst ganz entspannt vier Wochen schauen, ob dich die pflanzliche Ernährung überzeugt und Du vielleicht Gefallen daran findest.
  2. Mehr Auszeiten
    Wir alle sind oft im Hamsterrad von arbeiten, schlafen, essen, arbeiten, schlafen, essen, gefangen. Um dies zu durchbrechen und wirklich qualitative Zeit auch mit uns zu finden, bedarf es bewusster Auszeiten – ganz im Hygge-Feeling. Erinnert ihr euch?
  3. Weniger Verpackungsmüll
    Vielen von uns fällt es schwer Verpackungsmüll aus dem Alltag zu verbannen. Ein erster Schritt könnte sein, in bestimmten Bereichen auf diesen zu verzichten. Teile dafür das Jahr ein, sodass Du nicht alles auf einmal verändern musst, sondern Schritt für Schritt schauen kannst, wie Du weniger Müll im Alltag produzierst.

    Januar – Bestandsaufnahme: Woher kommen die meisten Verpackungen? Wo und wie kann ich welche einsparen?
    Februar – Wo finde ich unverpackte Lebensmittel?
    März – Take-Away-Essen nur noch in eigenen Verpackungen mitnehmen
    April – Beim Reisen keine Einwegpackungen mehr benutzen
    … und so weiter

  4. Mehr Zeit mit Freund*innen
    Um wirklich unsere Lebensqualität zu erhöhen, bedarf es oftmals einer besseren Qualität unserer sozialen Kontakte. Wie oft nimmst Du dir bewusst Zeit für deine Freund*innen? Möchtest Du vielleicht im neuen Jahr mehr Zeit dafür einräumen? Wie könnte man die Zeit auch qualitativer gestalten? Vielleicht planst Du auch kleine Kurztrips mit den liebsten Menschen in deinem Leben und pflegst so deine Beziehungen. Werde kreativ!
  5. Speaking your Truth
    Wenn wir uns selbst annehmen und authentisch leben, können wir auch voll und ganz unsere Wahrheit leben. Das bedeutet auch, dass wir aussprechen, was wir denken und fühlen. Und dass wir Menschen in unsere Gedanken lassen. Vielleicht bedeutet es auch, dass Du anfängst in der eigenen Familie politische Themen zu besprechen oder dieser einen Freundin sagst, dass dich ihr Verhalten verletzt. Was es auch sein mag: Sprich deine Wahrheit aus.
  6. Meiner Haut etwas Gutes tun
    Wir wollen Umsetzbarkeit statt Perfektionismus – auch bei unserer Hautpflege. Wenn ich verstehe, dass die Pflege meiner Haut ein wichtiger Bestandteil ist, um meinem Körper etwas Gutes zu tun und gesund zu leben, werde ich viel eher anfangen, meine Haut mit den Nährstoffen zu versorgen und zu pflegen, die sie benötigt, um gesund zu altern und zu regenerieren. Klar, oder?
    Tipp: Bevor Du dir ein ausgeklügeltes Beautysystem überlegst, fange in kleinen Schritten an. Du hast zum Beispiel trockene Hände? Versuche, dich jeden Tag daran zu erinnern deine Hände einzucremen. Du kannst dir die Handcreme dafür auf das Waschbecken im Bad oder in Nähe des Schlüsselkastens stellen. Dir fällt es schwer, dich abends regelmäßig abzuschminken? Dann ist das deine Aufgabe für die nächste Woche. Stelle dir auch dafür die nötige Pflege bereit – so fällt es leichter wirklich daran zu denken. Je mehr Routine hineinkommt, desto eher kannst Du auch weitere Pflegeschritte umstellen oder einbauen.

Schön für Dich, gut für die Vorsätze

Hier noch ein paar Produktvorschläge, um Dir und Deiner Haut mal etwas richtig Gutes zu tun:

  • Fußcreme

    Gegen müde Füße. Hands and More Fußcreme pflegt und revitalisiert stark beanspruchte trockene Haut an den Füßen und macht sie glatt und zart.

  • Age Protect - Oil To Milk

    Oil to Milk Reinigungsöl

    Sanft und sauber. Oil to Milk Reinigungsöl befreit trockene und anspruchsvolle Haut sanft und gründlich von Verunreinigungen und Make-Up ohne sie auszutrocknen.

  • Body Mousse

    Die sahnige Body Mousse verwöhnt anspruchsvolle Haut und macht sie streichelzart. Der Duft verwöhnt die Sinne und macht das Eincremen zum Spa-Erlebnis.

Und damit komm gut in ein neues Jahr voller unerwarteter Wendungen, neuer Ereignisse und sinnvoller Vorsätze. Nimm an, was kommt und übe gern ein wenig mehr Selbstakzeptanz statt -optimierung.


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