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i+m Spendenprojekt in Sambaina von Max

Fair, Spenden, Inside i+m

Artikel von max_piehler am 20. April 2020

Wir von i+m NATURKOSMETIK BERLINwollen nicht nur Haut und Haar, sondern am liebsten die ganze Welt verschönern! Konkret bedeutet das, dass wir ein Viertel unserer Gewinne spenden für den Aufbau und Erhalt ökofairer Projekte. Allein im letzten Jahr waren das 146.000€.

Aber wie suchen wir die Projekte aus, die wir unterstützen möchten? Ein fixer Teil unseres gesamten Spendenfonds fließt in unser Herzensprojekt in Sambia – das Frauenhaus, die Schule und das Waisenhaus, damit diese weiter prächtig wachsen und gedeihen. Seit 2017 gibt es bei i+m zusätzlich einen Spendenfond für Mitarbeiter*innen, dessen Spenden-Schwerpunkt wir alljährlich gemeinsam beschließen. Jede*r Mitarbeiter*in erhält eine beachtliche Spendensumme, um diese dann an ein weltverbesserndes Projekt seiner Wahl zu verteilen. Win-win-win-Situation: Gelebte Gemeinwohl-Ökonomie und echte Freude bei Gebenden und Nehmenden.

Und weil es nicht nur spannend ist, zu erfahren, wohin wir Geld spenden, sondern auch, was aus unseren Spenden geworden ist, zeigen wir Euch heute, wie es mit einem unserer Spendenprojekte weitergegangen ist. Dafür stellt Euch Max aus dem Kundenservice sein Projekt vor und zeigt, wie es mit dem Projekt seither weiterging.

Ich bin Maximilian und bin bei i+m für den Kundenservice, das Büro-Management und die Buchhaltung zuständig. Mit einem Teil meiner Spende aus 2017 habe ich das Ofenprojekt in Sambaina unterstützt. Die Organisation Techniker ohne Grenzen (kurz TeOG) in Madagaskar/ Sambaina betreut das Projekt und hält uns auf dem Laufenden. An dieser Stelle schon mal einen großen Dank an Max, der als Umweltingenieur Technik ohne Grenzen unterstützt.

Ofenbau in Sambaina – darum geht’s

Viele Krankenhäuser in Entwicklungsländern, so auch in Sambaina, haben Probleme infektiöse Krankenhausabfälle wie OP-Tücher, Nachgeburten oder gebrauchte Spritzen fachgerecht zu entsorgen, wodurch Gefahren für die Bevölkerung entstehen. Oft werden solche Krankenhausabfälle nach der Nutzung vergraben, ohne sie zuvor zu verbrennen oder in offenenen Feuern verbrannt. Was nicht nur wegen der Geruchsbelastung problematisch ist. Die beim Verbrennen entstehenden Dioxine und Säuren können durch starken Regen aus der Erde gewaschen werden, ins Grundwasser gelangen und es dauerhaft verunreinigen. Nicht minder gefährlich ist vergrabener Abfall, weil er eine potenzielle Nahrungsquelle für z.B. Hunde und Ratten ist, die wiederum Krankheiten auf Menschen und Tiere übertragen, was eine rasche Ausbreitung von Erregern zur Folge hat.

Hier im Bild zu erkennen ist der ursprüngliche Verbrennungsofen.

Risiken minimieren durch Abfallmanagement

Um die Entstehung gefährlicher Substanzen und die Verbreitung von Krankheitserregern auf ein Minimum zu begrenzen, hat TeoG ein Abfallmanagement-Programm entwickelt, das aus systematisierter Mülltrennung, Schulung des Krankenhauspersonals und den Aufbau eines Verbrennungsofens für biomedizinischer Abfälle besteht. Und das Konzept geht auf, mittlerweile hat es sich bereits an Krankenhäusern in Ghana, Nicaragua, Nepal und weiteren Standorten etabliert.

Der neue Ofen ist speziell für die Verbrennung biomedizinischer Abfälle konzipiert und wurde unter Anleitung von Max von TeOG und mit Hilfe des lokalen Personals gebaut. Die Zweikammerkonstruktion erreicht eine extrem hohe Verbrennungstemperatur von über 800°C, wodurch bis zu 50kg Müll pro Stunde zuverlässig rußarm verbrannt werden können.

Insbesondere durch das sogenannte Nachbrennen in der zweiten Brennkammer wird der infektiöse Abfall effektiv desinfiziert und die Emission schädliche Verbrennungsgase deutlich reduziert. Es bleibt deutlich weniger Asche zurück und die Rückstände sind nicht infektiös. Kontaminierte Kleidung, Plastikmaterialien und organischer Abfall werden somit für Mensch und Umwelt unschädlich gemacht.

Schulungen als Präventionsmaßnahme

Die Arbeit vor Ort geht aber deutlich über den Ofenbau hinaus, denn vor allem die Schulung des Personals vor Ort spielt eine wichtige Rolle in der Prävention. Zusätzlich zum Hygiene-Know-How wird über die Gefahren von Plastik für die Umwelt und den menschlichen Organismus informiert.

Das Krankenhauspersonal vor Ort wird von TeOG geschult.
Der neue, nachhaltige Ofen im Betrieb.
Vor der Nutzung und je nach benötigter Ofentemperatur wird das Brennmaterial getrennt und aussortiert.

Zum Abschluss des Bauprojekts wurde das Gebiet um das Krankenhaus großräumig von Plastik und Müll befreit und der Ofen das erste Mal in Betrieb genommen.

i+m spendet mehr als Freude

Wir haben Freude daran, Projekte nachhaltig zu unterstützen und so deren Fortbestand und Ausbau zu sichern. Damit auf dem Krankenhausgelände ein neues Projekt in die Tat umgesetzt werden kann, haben wir von i+m NATURKOSMETIK 2019 daher weitere 4000€ gespendet.

Wir danken dem Team von Technik ohne Grenzen für ihre wertvolle und wichtige Arbeit, denn in das Projekt ist wirklich sehr viel Liebe und Energie geflossen. Hier findet Ihr weitere Infos rund um die Arbeit von Max und dem Technik ohne Grenzen-Team.

Euer Maximilian von i+m Naturkosmetik Berlin


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