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Deutschlands nachhaltigstes Kosmetikunternehmen 2019 Vol.1

Nachhaltigkeit, News, Inside i+m, Vermischtes

Artikel von Jörg am 12. Dezember 2018

i+m NATURKOSMETIK BERLIN hat einen hervorragenden 2.Platz beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 abgeräumt und ist damit Deutschlands nachhaltigstes Kosmetikunternehmen. Wir freuen uns wie Bolle!

Die Gewinner*innen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises (DNP) für Unternehmen 2019 stehen fest: Den 2.Platz unter den kleinen und mittleren Unternehmen belegt i+m und ist damit das erste Berliner und gleichzeitig das kleinste Unternehmen, dass es beim DNP je unter die TOP 3 geschafft hat. 

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis

Ich hatte bereits von unserer aufregenden Bewerbung und Nominierung berichtet. In diesem Beitrag wird es nun um die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises gehen.
Übrigens ist der Deutsche Nachhaltigkeitspreis der mit Abstand wichtigste seiner Art in Deutschland. Er wird von der Bundesregierung, Kommunen und Wirtschaftsverbänden über eine Stiftung vergeben. Mit der Auszeichnung werden Unternehmen gewürdigt, die in vorbildlicher Weise wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Schonung der Umwelt verbinden.

Nach der Nominierung haben wir es auch unter die drei Preisträger*innen geschafft, die als Finalist*innen zur großen Preisverleihungsgala nach Düsseldorf eingeladen wurden.

Vorbereitende Maßnahmen

Jörg und Gaby im feinsten Zwirn

Da man als Normalbürger nicht so häufig auf eine Gala mit 1.300 Gästen und Kleiderordnung eingeladen wird, gibt es im Vorfeld einiges zu bedenken: Neben Anreise und Unterkunft auch so profane Dinge, wie „Was ziehe ich an?“ Dieses Thema als „profan“ zu bezeichnen, ist wahrscheinlich eher meine Sicht der Dinge. Meine Frau Gaby meinte, das sei das erste was ihr durch den Kopf gegangen sei, als sie von der Nominierung erfuhr.
Ihre Suche nach einer zum Anlass passenden Galagarderobe verlief erfolglos und so hat sie sich schließlich selbst ein wunderschönes Abendkleid genäht. Aus einem alten Sari, den sie vor 15 Jahren aus Indien mitgebracht hatte. Den Preis für das nachhaltigste Abendkleid hätte sie also sicher in der Tasche gehabt, so es ihn gäbe.
Ich selbst hatte mich etwas geärgert, dass als Kleiderordnung festliche Abendgarderobe – also dunkler Anzug und langes Kleid – vorgegeben wurde, statt Second Hand oder nachhaltige Kleidung. Ein langes Kleid hatte ich nicht, aber noch einen Anzug, der einigermaßen zum Anlass passte (beurteilt selbst, ob es festlich genug aussah). Wir haben uns jedenfalls beide pudelwohl in unseren Kleidern gefühlt.

Der ganz normale ökologische Wahnsinn

Die Anreise erfolgte per Bahn statt Flugzeug – logisch. Ergibt sich für uns schon aus der Reiserichtlinie bei i+m, wo nur in Ausnahmefällen Flugzeug oder Auto für Dienstreisen erlaubt sind. Auch wenn die Preisverleihung direkt am Düsseldorfer Flughafen stattfand.
Wir waren „stilgerecht“ direkt in einem Flughafen-Hotel untergebracht.
Dort verfolgte man das interessante architektonische Konzept, das Hotel als eine Art eingeschossiges Penthouse oben direkt auf ein Parkhaus zu setzen. So wurden wir liebevoll von den neben uns startenden Flugzeugen geweckt und nahmen unser Frühstück mit romantischem Panoramablick auf ein Autobahnkreuz ein.
Der Fußweg zum Nachhaltigkeitskongress führte uns dann erst einmal quer durchs Parkhaus und anschließend noch durchs gesamte Flughafen-Terminal. Es war ein wenig wie der Gang durchs Fegefeuer der Umweltsünden.
Spätestens danach, brannte man noch mehr für das Thema Nachhaltigkeit als zuvor. (War das vielleicht alles eine perfide Strategie der Veranstalter, um allen Teilnehmern nochmal den ganzen ökologischen Wahnsinn unserer Epoche aufzuzeigen?)

Der Kongress

Der Preisverleihungsgala war der Deutsche Nachhaltigkeitstag vorgeschaltet. Es ist der größte Nachhaltigkeitskongress, sehr vielfältig und in soweit spannend, als dass mir bewusst wurde, wie weit das Thema gespannt ist. Dass es eigentlich jeden Lebensbereich durchdringt, vom Privatem, über Bildung, Forschung, Unternehmen, Politik bis hin zu Kommunen, Architektur und Stadtplanung. Natürlich gingen die vielen Themen ein wenig zu Lasten der Qualität.

Die Preisverleihungs-Gala

Die Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises begann mit der Übergabe der Finalist*innen- Trophäe (sie steht jetzt in unserem Berliner Büro). Die Abendgala mit 1.300 Gästen war festlich und schön, die Stimmung extrem gut. Weltklasse Musiker wie Angelique Kidjo und Rea Garvey, ließen am Ende den ganzen Saal tanzen.
Überhaupt haben es die Veranstalter*innen auf eine gute Weise geschafft, viele Akteure zusammen zu bringen, die beim Thema Nachhaltigkeit etwas bewirken können – Establishment, Politik, Alternativökonomie, Wissenschaft, Großindustrie, Start-Ups etc.

Ich finde den offenen Ansatz im Prinzip richtig, da es beim Thema Nachhaltigkeit noch mehr um Wirkung/Effekt geht, als um Wahrheit und die richtige Gesinnung. Nur wenn wir möglichst viele Akteure, vor allem auch die großen Konzerne und die Politik mitnehmen, werden wir etwas bewirken können.

Nachhaltigkeit oder Greenwashing?

Andererseits gilt es aber auch, das Thema Greenwashing zu bedenken. Es darf nicht sein, dass man sich mit dem Nachhaltigkeitsmantel schmücken darf, wenn man wenig oder nichts tut. Das würde vor allem bei denen, die nicht aus Überzeugung sondern aus Profitinteresse beim Thema Nachhaltigkeit agieren, das falsche Signal setzen.
Deshalb fand ich es im Prinzip zwar korrekt, dass eigentlich jeder deutsche Konzern als Unterstützer zugelassen wurde. Aber war es wirklich nötig einem Konzern wie Procter & Gamble – der mir bisher noch nicht durch besonders nachhaltiges Engagement aufgefallen ist – einen riesigen Stand zuzubilligen, auf dem er seine „umfassenden“ Nachhaltigkeitsinitiativen präsentiert konnte? Oder war es sinnvoll, REWE den Nachhaltigkeitspreis für Produkte vergeben zu lassen? Ich persönlich finde nicht.

 

» Zum 2. Teil geht’s bitte hier entlang.

 


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