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Für starke Frauenrechte in Sambia

Das vom Geschlecht unabhängige Recht auf Selbstbestimmung, das für uns so selbstverständlich scheint, ist in der sambischen Gesellschaft leider noch nicht etabliert: Frauen sind vielfältigen Formen von Diskriminierung, physischer und sexualisierter Gewalt und unsicheren Besitzverhältnissen ausgesetzt. Laut internationalen Menschenrechtsorganisationen gibt rund die Hälfte der sambischen Frauen an, entsprechende Erfahrungen gemacht zu haben. Die Gender-Politik spielt eine untergeordnete Rolle, Frauenrechte werden noch immer missachtet.


Alternativen für Frauen schaffen

Die in Sambia vorherrschende Armut und der Alkoholmissbrauch der Ehemänner sind die häufigsten Ursachen für häusliche Gewalt, einen Ausweg aus diesen Ehen gibt es aufgrund patriarchalischer Besitzstrukturen nur selten. Beatrice, die gute Seele und Ideengeberin für das i+m Frauenhaus, berichtet uns bei ihren Besuchen in Berlin immer wieder von Gewalt gegen Frauen und Kinder, von großer Armut in Sambia, von einer exorbitant hohen Aidsinfiziertenrate begünstigt durch Polygynie (Vielweiberei) und kaum Zugang zu Verhütungsmitteln – auch weil in dem vorwiegend christlich geprägten Land Verhütung als Tabuthema gilt.

Nach dem Gewohnheitsrecht der in Sambia ansässigen 72 Ethnien hat eine Frau im Falle einer Scheidung oder dem Tod des Ehemanns kein Anrecht auf dessen Besitz – das gesamte Erbe geht an die Familie des Ehemanns. In dieser finanziellen Abhängigkeit gefangen, haben die Frauen Sambias wenig Möglichkeiten einem gewalttätigen Ehemann zu entkommen. Die Alternativen bestünden in Prostitution oder einem Leben auf der Straße.

In Sambia vor Ort

Unser Frauenhaus befindet sich in Kabwe, die Hauptstadt der Zentralprovinz der Republik Sambia. Kabwe liegt rund 130 Kilometer nördlich von Sambias Hauptstadt Lusaka und ist mit ca. 220.000 Einwohnern, die zweitgrößte Stadt des Landes. Kabwe hätte ein hohes Entwicklungspotential, wäre zwischen 1902 und 1992 ein großes Bleivorkommen nicht weitgehend ohne Umweltauflagen gefördert worden.

Sambia ist ein beeindruckendes Land mit zahllosen Wasserfällen und einem milden, tropischen Klima auf dem zentralafrikanischen Plateau. Mit einer Fläche doppelt so groß wie Deutschland beherbergt Sambia gerade einmal 13 Millionen Einwohner*innen. Trotz reicher Bodenschätze (vor allem Kupfer, Kobalt, Edelsteine) und großer Wasserressourcen, lebt 65% der sambischen Bevölkerung noch unterhalb der Armutsgrenze. Sowohl Arbeitslosigkeit als auch die HIV-Infektionsrate sind hoch, mit 32,7 Jahren hat Sambia heute die niedrigste Lebenserwartung aller Staaten der Welt.

Unterstützung erwünscht!

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