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Das NaturkosmetikCamp 2018 – Brandenburg Edition

Beauty, Inside i+m

Artikel von Luisa am 25. Juli 2018

Arbeitet mit diesem Internet, hält die Homepage & den Shop fein ordentlich, kooperiert mit Influencern und tollen Marken.

Manchmal ist so ein Ausflug aufs Land doch eine willkommene Abwechslung vom trubeligen Stadtleben. Wenn es dann noch zwei volle Tage um die geballte Ladung Naturkosmetik geht, sind wir sowas von dabei!

Farbe bekennen – unser Motto seit 1978, das Camp Motto 2018

Das diesjährige Motto des NaturkosmetikCamps „Farbe bekennen“ hat wirklich wie die Faust aufs Auge gepasst. Wenn es darum geht klar Stellung zu beziehen, macht uns keiner was vor. Sei es unser Engagement für Frauenrechte, unsere FAIR Edition mit der streitbaren Tierrechtsorganistion PETA oder unser Ansatz, dass Wirtschaften nur dann sinnvoll ist, wenn etwas in die Gesellschaft zurückfließt. Bei uns in Form von Spenden.

Die Themenpalette der einzelnen Sessions war sehr breit aufgestellt und erstreckte sich von den Megatrends der Kosmetikbranche bis hin zu Expertenthemen wie die Problematik des fairen Palmölhandels und Veränderungen bei Biozertifizierungen.

Politisch sein und Kosmetik verkaufen?

Wir waren in diesem Jahr zu zweit vor Ort – Jörg (Geschäftsführung) gemeinsam mit mir, Luisa (Online Marketing und Cooperations). Jörg konnte viel aus der Unternehmerperspektive berichten, insbesondere dann, als es darum ging „Klares Markenprofil zu zeigen – auch wenn es politisch wird!„.

Dabei stehen wir nicht einmal ganz allein auf weiter Flur. Denn nicht nur Marken aus dem Foodbereich, wie Ben & Jerry’s sind seit Jahren mit politisch motivierten Statements und Werbekampagnen unterwegs. Auch unser liebster Regalnachbar bei dm Dr. Bronner’s engagiert sich seit Jahrzehnten politisch, gesellschaftlich und sozial. Umso schöner, diesen Mitstreiter einmal ganz persönlich zu treffen und Erfahrungen austauschen zu können. In Folge dessen evaluieren wir gerade, ob wir nicht auch Rohstoffe aus den fairen Anbauprojekten von Dr. Bronners kaufen können.

Fairer Handel für alle

Das Thema Rohstoffe wurde auch im Workshop „Weltveränderung als Geschäftsmodell“ von Julia (Dr. Bronners) und Ralf (naturamus) aufgenommen. Die Suche nach qualitativ hochwertigen Naturkosmetikrohstoffen ist oft mühsam und nicht immer ist es einfach zu kontrollieren, dass auch wirklich fairer Handel betrieben wird. Was also tun, gerade als kleines Unternehmen? Leider können auch wir nicht jedes Jahr all unsere Rohstoffprojekte besuchen und müssen uns vertrauensvoll auf die Kommunikation mit unseren langjährigen Partnerschaften verlassen. Zertifikate schaffen häufig zusätzliche Transparenz. Im Workshop entstand die Idee, sich auch gemeinsam besser zu vernetzen, Tipps zu geben, wenn ein tolles neues Projekt mit hochwertigen Rohstoffen gefunden wurde. Zu berichten, wenn die Möglichkeit bestand vor Ort zu sein und sich generell einfach mehr auszutauschen.

Veränderung fängt bei mir selbst an

Und was könnt ihr tun? Als Endverbraucher, die meist auf das vertrauen müssen, was Marken euch erzählen? Nachfragen zum Beispiel. Einfach mal schreiben, wo kommen eure Rohstoffe her? Kennt ihr eure Lieferanten? Wer nichts zu verbergen hat, wird euch bereitwillig Auskunft geben. Überlegt auch, wo ihr Produkte kauft. Nicht jeder Händler, der bio und fair verkauft, verhält sich auch fair und nachhaltig zu seinen Mitarbeitern – leider! Siegel können helfen sich zu orientieren, allerdings haben viele kleinere Marken oft nicht die finanziellen Mittel, teure Zertifizierungen anzuschaffen. Auch wir sind beispielsweise (noch) nicht Fair Trade zertifiziert. Die Gründe dafür sind vielfältig, dazu berichten wir dann mal separat!

Ihr merkt, wir haben uns in dem Workshop super viele Gedanken gemacht und sind alle mit einem kleinen Vorsatz rausgegangen, den wir sofort am nächsten Montag im Büro umsetzen wollten (okay, bei mir war es das Homeoffice 😉

Blogger, Influencer, Social Media Stars und Naturkosmetik- kann das gut gehen?

Ein weiteres Thema, das die Naturkosmetikbranche eher in den letzten Jahren verstärkt beschäftigt, ist die Zusammenarbeit mit Bloggern und Influencern. Gerade für kleine Marken ist die gesamte Digitalisierung für sich schon eine riesige Herausforderung. Im Blogger und Influencer Dickicht den Durchblick zu behalten ist dann nicht weniger einfach. Insbesondere da nicht in allen Unternehmen die notwendige „Digital Native“-Kompetenz vorhanden ist. Für Cosima und mich gehören Instagram und co. nicht nur zu unserem Büroalltag, sondern werden auch privat fleißig genutzt. Jörg und Sylke hingegen sind nicht so große „Social-Media-Opfer“. Dies beneide ich an manchen Tagen zwar etwas, es bedeutet aber auch, dass es ihnen schwerer fällt, die richtigen Online-Kanäle und -Partner für i+m zu identifizieren.

Und da ist sie wieder die große Kooperations-Frage: Wer passt denn eigentlich zu i+m? Oder zu Naturkosmetik insgesamt?

Wir haben das große Glück, dass viele größere und kleinere und bekannte und weniger bekannte Blogger aus dem Nachhaltigkeitsbereich auf uns zu kommen und gerne mit uns zusammen arbeiten wollen. Wir nehmen das einfach mal als Kompliment 🙂 Generell gilt bei uns die Faustregel, dass unsere Werte Fair, Organic, Vegan irgendwo auf dem Kanal des/der Blogger auftauchen sollte. Authentisch sollte es sein, aber auch fundiert, gerne mit Herzblut und Humor. Derzeit sind wir dabei langfristigere Kooperationen aufzubauen. Darauf sind wir sehr gespannt und wenn ihr tolle Blogger-Tipps für uns habt, immer her damit! Oder ihr bloggt selbst und denkt wir sollten uns mal besser kennen lernen? Dann freuen wir uns immer über Post.

Wie geht es weiter mit der Naturkosmetik in 2019?

Am Ende bleibt noch ein kleines Fazit und ein Ausblick auf das nächste Jahr. Wir fanden das Camp ungemein inspirierend, haben tolle Menschen (wieder) getroffen und sind gespannt wo wir uns im nächsten Jahr unsere nächste Ladung Naturkosmetik-Camping holen dürfen.

Auch wir sehen, wie rasant sich der Markt verändert, wieviele neue Mitbewerber in immer kürzeren Abständen auftauchen. Nicht immer ist Nachhaltigkeit und Weltverbessung der Motor dieser Entwicklung, denn Greenwashing nimmt immer mehr zu. Wir geben uns allergrößte Mühe in diesem Kosmetik-Dschungel die Fahne für die „Guten“ hochzuhalten und zu zeigen, dass es anders geht. Noch hat unsere Innovationskraft uns nicht im Stich gelassen und wir sind guten Mutes euch auch im nächsten Jahr mit ungewöhnlichen Produkten überraschen zu können, die den (Drogerie)-Naturkosmetikmarkt durchwirbeln!

 

 


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